Gesundheitliche Überlegungen


Mädchen mit Fragezeichen auf Tafel

 

In der anhaltenden Debatte über gesundheitliche Fragen rund um Wegwerfbinden und Tampons müssen erst noch eindeutige Antworten gefunden werden. Allerdings haben wir bereits von viel zu vielen Frauen gehört, die Ausschlag und Infektionen als Folge von Wegwerfprodukten bekommen haben (tatsächlich war dies der Grund, aus dem Madeleine Shaw Lunapads überhaupt erst erfunden hat).

In den USA wurde 2008 gefordert, dass mehr Offenheit in Bezug auf dieses Thema gesetzlich gesichert wird. Die Durchsetzung des entsprechenden Gesetzesentwurfs ist im ersten Versuch gescheitert. Im Juni 2011 wurde ein zweiter Anlauf gestartet, der bis heute bearbeitet wird.

In DEFINITIONEN VOM RECHT AUF SEXUELLE SELBSTBESTIMMUNG UND REPRODUKTIVE GESUNDHEIT wird der Fall auf deutsch gut erläutert. Leider hat Deutschland den Gesetzentwurf bisher nicht unterschrieben.

Hier ein Auszug aus einer Presseerklärung, die das Büro der Kongressabgeordneten Carolyn Maloney am 31. Januar 2008 im Rahmen der Forderung veröffentlicht hat:

Die New Yorker Kongressabgeordnete Carolyn B. Maloney ist eine langjährige Anwältin der Gesundheitsrechte von Frauen. Sie hat Den Robin Danielson Act (zuerst H.R. 5181, jetzt H.R. 2332) vorgestellt; Recht, das die Nationalen Gesundheitsinstitute (National Institutes of Health, NIH) der USA anweist, Untersuchungen durchzuführen und das Ausmaß zu bestimmen, in dem das Vorhandensein von Giftstoffen, synthetischen Fasern und anderen Zusatzstoffen in Tampons irgendein Gesundheitsrisiko für Frauen darstellt. Der Gesetzesentwurf fordert außerdem die US-amerikanischen Zentren zur Kontrolle und Prävention von Krankheiten (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) auf, Informationen über das Toxische Shock Syndrom (Toxic Shock Syndrome, TSS) zu sammeln und zu melden. TSS ist eine seltene und potentiell lebensbedrohliche Krankheit, die von der Forschung mit der Benutzung von Tampons bei Frauen in Verbindung gebracht worden ist. Der Gesetzesentwurf ist nach einer Frau benannt, die an dieser Krankheit gestorben ist.

Amerikanische Frauen [nicht nur amerikanische, sondern alle Frauen, Anm. d. Lunapads.de Teams] verdienen die Befähigung, fundierte Entscheidungen über ein Produkt zu treffen, das möglicherweise ihre Gesundheit und ihr Leben gefährden könnte, sagte Abgeordnete Maloney, Gerade jetzt benutzen 73 Millionen amerikanische Frauen Tampons. Dennoch gibt es keine Forschung, die Letztere eindeutig für sicher erklärt. Forschung zur Frauengesundheit ist viel zu lange in den Hintergrund gestellt worden. Es ist Zeit, dass bundesstaatliche Forscher diesem alltäglichen Konsumgut auf den Grund gehen und helfen, TSS zu einer Krankheit der Vergangenheit zu machen.

Die US-amerikanische Agentur zum Schutze der Umwelt (Environmental Protection Agency, EPA) hat Berichte veröffentlicht, in denen sie Dioxin als einen wahrscheinlich krebsauslösenden Erreger identifiziert. Aktuell in den USA verkaufte Tampons bestehen aus Viskose, Baumwolle oder einer Kombination aus beidem [Gleiches gilt für in Deutschland käufliche Tampons, Anm. d. Lunapads.de Teams]. Viskose wird aus Holzzellstoff hergestellt und bei der Chlorbleiche des Zellstoffs entsteht ein Dioxin Nebenprodukt. Während chlorfreie Bleichprozesse möglich sind, nutzen die meisten Holzzellstoff Hersteller lediglich Bleichprozesse, die frei von elementarem Chlor sind, aber nach wie vor Chlordioxid als Bleichmittel verwenden, also immer noch Dioxin produzieren. Die EPA berichtet, dass selbst hundertprozentige Baumwolltampons und vollkommen chlorfreie Tampons Spuren von Chlor enthalten. Denn jahrzehntelange Umweltverschmutzung hat dafür gesorgt, dass Dioxin in Luft, Wasser und Boden eingedrungen ist. Aufgrund dieser Verschmutzung kann Dioxin nach wie vor seinen Weg hinein in Baumwolle und Holzzellstoff und damit hinein in Tampons finden. Aktuell ist die Meldung von TSS an das CDC freiwillig und uneinheitlich [Meldepflicht konnte für Deutschland nicht bestätigt werden, Anm. d. Lunapads.de Teams]. Tatsächlich ist die Zahl von TSS Krankheits- und Todesfällen seit 2003 nicht veröffentlicht worden.

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