„Die Kraft des Neuen“

Frau, die Seifenblasen macht - Kraft des Neuen

Bei mir ist es noch gar nicht so lange her, dass ich meinem alten, konventionellen Leben Good-Bye gesagt habe. Einen Teil dieser Geschichte, der mit Lunapads zu tun hat, kannst Du hier lesen. Aber das Bild ist natürlich größer, es geht um eine ganzheitliche Veränderung bei mir. Es geht um das ‚Bigger Picture eines selbstgewählten Lebensstils‘. Und die Kraft des Neuen.

Ich habe vor 2 Wochen eine Woche Fastenwandern auf Sylt gemacht. In der einen Woche habe ich über mich und meinen Körper mehr gelernt, als in den letzten 20 Jahren. Ziel war es das Fasten für mich anzutesten. In Wahrheit war ich neugierig darauf festzustellen, ob ich es überlebe. Nach einigen kläglichen Obsttag-Versuchen in meinem Leben, die mit großem Unbehagen und Blähbauch einhergingen, hatte ich berechtigte Zweifel am Erfolg des Fastens für mich.

Zudem wurde ich in der Woche auch noch krank. Cora Dittkrist, unsere tolle Fastenleiterin erklärte, dass dies vor allem bei Menschen, die lange unter Druck gestanden haben, eine ziemlich normale körperliche Reaktion wäre. „Na super!“ viel mir nur noch dazu ein. Die Erkältung plagte mich direkt am ersten Tag und hielt auch die gesamte Fastenzeit über an. Verblüffend war für mich aber, dass ich ohne etwas zu essen und ohne die Einnahme der üblichen Medikamente zwar Husten und Schnupfen vom Feinsten hatte und nicht ganz so fit war wie meine Fastenmitstreiter, aber trotzdem fit genug war das Tagesaktivpensum von 13 km Wandern oder 34 km Radfahren gut hinzubekommen. Danach verlangte mein Körper nur nach Erholung, die ich ihm gab. Zwei Tage, nachdem ich wieder zu Hause angekommen war, war ich wieder gesund.

Was für eine coole Erfahrung!

Ich habe mich die Woche also trotz meiner angeschlagenen Gesundheit und der Tatsache, dass es genügend leckere Versuchungen auf der Insel gab, wirklich gut, motiviert, klar und energetisiert gefühlt. Mehr als an manch einem „normalen“ Tag in meinem früheren Leben.

Früher sah mein Leben so aus: ich war in einem Medien-Konzern beschäftigt, es gab feste Mittagessen Zeiten, und da keine Kantine vorhanden war, ging jeder Mittags raus und aß bei einem der zahlreichen umliegenden Restaurants. Mein Tagesablauf war geprägt von Termindruck, entweder von Kundenseite oder aus den eigenen Reihen. Ich hatte viel Verantwortung: für ein 3-köpfiges Team und ein Jahresbudget in 7-stelliger Höhe. Mein Gehalt war OK und ließ mir genügend Spielraum, um mir zB ein Nebenberufsstudium in New York leisten zu können. Es fehlte mir an nichts.

Ich hatte mich in meiner 20-jährigen Karriere im Druck- und Verpackungsbusiness bis an die oberste mögliche Spitze gearbeitet. In meiner Freizeit war ich selten aus Party machen, sondern habe für mich ganz persönlich gearbeitet. Ich habe viele Interessen und hatte schon immer nebenher Projekte gehabt. So blieb nie viel Zeit für echte Entspannung.

Die Arbeit hat mir die meiste Zeit viel Spaß gemacht, aber in den letzten Jahren merkte ich vor allem körperlich, dass ich diese Überstundenarbeit und diesen Druck nicht mehr so gut wegsteckte, wie noch vor 5 oder 10 Jahren. Ich hatte mittags oft Magengrummeln bis hin zu Durchfall. Nach einer Hüft- und Wirbelsäulenjustierung im Frühjahr dieses Jahres dann hatte ich permanent solche Rückenschmerzen, dass ich mir irgendwann wirklich Sorgen machte, da nichts mehr helfen wollte: kein Joggen, Fahrradfahren oder Yoga. Ich bekam plötzlich echte Angst. Ich dachte, „oh Gott, wer weiß, habe ich mit 41 Jahren schon Arthritis wie mein Vater?“ Wie soll das alles weitergehen?

Meine tolle manuelle Therapeutin Laura sagte allerdings schon recht zu Anfang zu mir, dass sie nicht glaubte, dass es ein muskuläres Problem sei, sondern eher ein organisches. In meiner Verwunderung begann ich über Magen- und Darmgesundheit, wie wichtig Ruhezeiten sind, und wie schlecht Stress ist, zu lesen. Und mir wurde klar, dass ich etwas ändern musste. Mittlerweile weiß ich, dass, hätte ich dieses Spiel noch 5 Jahre so weiterbetrieben, ich einen Steifen Rücken und viele andere Gelenkprobleme hätte, und all das wäre irreversibel gewesen. Der Grund: zu hoher Nitrosativer Stress.

Wenn nicht Lunapads schon dagewesen wäre, dann hätte ich vielleicht auch so die Reißleine gezogen. Mir wurde einfach klar, dass etwas ganz Grundsätzliches mit mir nicht in Ordnung war. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine schlanke Person bin, immer aktiv und unterwegs, die sich bewusst und halbwegs gesund ernährt. Und trotzdem fühlte ich mich überhaupt nicht gut.

Glücklicherweise habe ich eine Ärztin zu meiner besten und liebsten Freundin. Sie kommt eigentlich aus der Schulmedizin und hatte bereits vor Jahren entdeckt, dass die Schulmedizin viel zu kurzsichtig ist. Sie hat sich die Naturheilkunde zu Eigen gemacht und viele unterschiedliche Methoden und Therapien (Gua-Sha, Akupunktur etc) erlernt. Hier gibt es mehr über Doktor Wendt. Claudia nahm mir Blut ab und schickte es zu einem enzymatischen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest in ein entsprechendes Labor. Nach ein paar Tagen war das Ergebnis da und ich war total geschockt. Alles das, was ich fast 3-4 mal die Woche aß vertrug ich eigentlich gar nicht! Ich konnte es nicht fassen.

Und ich wusste die nächsten 2 Tage auch nicht was ich machen sollte. Viele Gespräche, auch mit meiner Berliner Ayurveda Masseurin und angehenden Heilpraktierin Pia Gagigo halfen mir, mich in meinem neuen Lebensumstand besser zurecht zu finden. Ich ernährte mich also die nächsten Tage gemäß meiner Liste und mir ging es körperlich schlagartig besser. In dem Moment wusste ich, dass ich mein Leben neu in die Hand nehmen musste. Aufhören mit dem Essen gehen und hin zu selber kochen, vor allem Basisch (viel Gemüse und Obst, wenig Getreide und Fleisch), endlich morgens mit dem grünen Smoothie anfangen und regelmäßiger und mehr Bewegen und Meditieren.

Das mache ich nun alles seit Mitte Juli und vor allem seit der Fastenwoche fühle ich mich wie neu geboren! Mir geht es so gut wie noch nie in meinem Leben!

Lunapads und die alternative Monatshygiene haben natürlich erstmal nichts mit all dem Vorgenannten zu tun. Aber ich bin überzeugt, dass, wer für sich entdeckt, dass der herkömmliche, „normale“ Weg nicht mehr gesund und richtig für einen ist, diesen Pfad verlässt und sich nach Alternativen umschaut.

Ob nachhaltiger Konsum, Vermeidung von Plastik, Umweltschutz, Yoga und Meditation oder vielleicht Vegane Ernährung. Aus unserer Sicht geht es unterm Strich um das Verstehen von Zusammenhängen, die unser gemeinsames Leben auf diesem Planet bestimmen, aber eben auch die Zusammenhänge für jeden einzelnen von uns, die uns bewusster werden, leben und konsumieren lassen.

Und wie ist es bei Dir?

 

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